Verpackungen könnten künftig nicht nur nach Material und Gewicht unterschiedlich viel kosten, sondern auch danach, wie kreislauffähig sie gestaltet sind.
Deutschland arbeitet an einer sogenannten „Ökomodulation“ der Lizenzentgelte.
Das Prinzip: Schwer recycelbare Verpackungen sollen höhere Entgelte verursachen, während besser recyclingfähige Lösungen und der Einsatz von Rezyklaten finanziell begünstigt werden können.
Noch ist offen, wie diese Kriterien gewichtet werden. Besonders diskutiert wird, ob der Fokus stärker auf „Design for Recycling“ oder auf dem tatsächlichen Rezyklatanteil liegen soll.
Konkrete deutsche Regelungen werden frühestens für Sommer 2027 erwartet. Gleichzeitig arbeitet auch die EU im Rahmen der PPWR an einheitlichen Vorgaben.
Für Unternehmen bedeutet das: Die Verpackungsgestaltung dürfte künftig noch unmittelbarer wirtschaftliche Auswirkungen haben. Recyclingfähigkeit und Rezyklateinsatz werden damit nicht nur regulatorische, sondern zunehmend auch kaufmännische Faktoren.
Quelle: Lebensmittel Zeitung, Ausgabe 40 vom 2. Oktober 2026. Originalbeitrag bei der Lebensmittel Zeitung.

