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+ Was ist Bagasse?

Zuckerrohrfasern, die nach dem Auspressen des Zuckerrohrsaftes zurückbleiben, werden als Bagasse bezeichnet. Sie fallen bei der Verarbeitung von Zuckerrohr als faseriger Reststoff an und können nach entsprechender Aufbereitung als Rohstoff für Verpackungen eingesetzt werden.

Nach dem Auspressen werden die Bagassefasern gereinigt und von verbliebenen Zuckerresten befreit. Anschließend werden sie aufbereitet und zu einer formbaren Fasermasse verarbeitet. Diese Masse kann unter Einwirkung von Temperatur und Druck in unterschiedliche Formen gepresst werden.

Welche Eigenschaften die fertige Verpackung besitzt, hängt von der jeweiligen Materialzusammensetzung und Ausführung ab.

+ Was ist Biotré?

Biotré ist ein heißsiegelfähiges Barrierematerial für flexible Verpackungen, beispielsweise für Kaffee, Tee oder andere empfindliche Füllgüter.

Der mehrschichtige Materialaufbau verbindet unterschiedliche Funktionen wie Produktschutz, Siegelbarkeit und mechanische Stabilität.

Je nach Ausführung unterscheiden sich der genaue Materialaufbau, die Rohstoffbasis und die jeweiligen Produkteigenschaften. Angaben zur Materialzusammensetzung und einer möglichen Kompostierbarkeit erfolgen auf Grundlage der jeweiligen Materialspezifikation und der Herstellernachweise.

+ Unterscheiden sich die verschiedenen Biotré-Ausführungen?

Ja. Je nach Ausführung unterscheidet sich der genaue Materialaufbau von Biotré und damit auch die Rohstoffbasis und die jeweiligen Produkteigenschaften.

Welche Variante eingesetzt wird, richtet sich nach den Anforderungen des Füllgutes und der vorgesehenen Verpackungsanwendung.

Konkrete Angaben zur Materialzusammensetzung oder Kompostierbarkeit müssen für die jeweilige Ausführung anhand der Materialspezifikation und der Herstellernachweise betrachtet werden.

+ Was sind biologisch abbaubare Kunststoffe?

Biologisch abbaubare Kunststoffe können unter geeigneten Bedingungen von Mikroorganismen beziehungsweise deren Enzymen in kleinere Bestandteile zerlegt und schließlich verstoffwechselt werden.

Wie schnell dieser Prozess abläuft, hängt unter anderem von Temperatur, Feuchtigkeit, pH-Wert, Materialstärke und Oberfläche des Produktes ab.

Ob ein Kunststoff aus nachwachsenden oder fossilen Rohstoffen hergestellt wurde, entscheidet nicht über seine biologische Abbaubarkeit. Maßgeblich ist die chemische Struktur des Materials.

+ Was ist CPLA?

CPLA steht für kristallisiertes PLA beziehungsweise Polymilchsäure.

Durch einen gezielten Kristallisationsprozess verändert sich die Materialstruktur gegenüber herkömmlichem PLA. Dadurch kann – abhängig von der konkreten Materialqualität – eine höhere Temperaturbeständigkeit und Formstabilität erreicht werden.

CPLA eignet sich daher beispielsweise für Besteck, Heißgetränkedeckel oder andere Anwendungen, bei denen Standard-PLA aufgrund seiner geringeren Wärmebeständigkeit nicht geeignet ist.

+ Was versteht man unter Cradle-to-Cradle?

Cradle-to-Cradle beschreibt ein Konzept, bei dem Produkte und Materialien von Beginn an mit Blick auf ihre spätere Wiederverwendung beziehungsweise Verwertung entwickelt werden.

Dabei wird zwischen einem biologischen und einem technischen Kreislauf unterschieden.

Das Cradle-to-Cradle-Prinzip beschreibt ein grundsätzliches Konzept und stellt für sich genommen keine Aussage über die Eigenschaften eines konkreten Produktes dar.

+ Was ist Graspapier?

Für Graspapier werden aufbereitete Grasfasern mit Holz- oder Altpapierfasern kombiniert.

Grasfasern sind kürzer als klassische Holzfasern. Deshalb können sie nicht in beliebig hohem Anteil eingesetzt werden, wenn das Papier zugleich die erforderliche Festigkeit für Verarbeitung, Bedruckung und Verpackungsanwendungen erreichen soll.

Je nach Papierqualität und vorgesehener Anwendung kann der Anteil der Grasfasern unterschiedlich ausfallen. Graspapier ist daher kein Papier, das ausschließlich aus Gras besteht.

Der konkrete Grasfaseranteil und die übrige Materialzusammensetzung sollten für das jeweilige Produkt angegeben werden.

+ Was ist HDPE aus Zuckerrohr?

HDPE kann neben fossilen Rohstoffen auch teilweise auf Basis nachwachsender Rohstoffe hergestellt werden. Bei den entsprechend ausgewiesenen Qualitäten wird Zuckerrohr als Rohstoffquelle eingesetzt.

Das von uns im WEBAgreen-Sortiment verwendete Material besteht nach Herstellerangabe zu rund 90 % aus biobasiertem PE. Fertigungstechnisch werden zusätzlich fossilbasierte Bestandteile eingesetzt.

Die chemischen und technischen Eigenschaften entsprechen weiterhin denen eines HDPE-Kunststoffes. Das Material ist nicht biologisch abbaubar oder kompostierbar.

Nach Gebrauch erfolgt die Entsorgung entsprechend der örtlichen Sammlung für Kunststoffverpackungen.

+ Was ist Holzstoff?

Holzstoff wird aus Holz gewonnen, das zunächst zerkleinert und anschließend mechanisch beziehungsweise thermisch aufbereitet wird.

Dabei entstehen Fasern, die als Rohstoff für verschiedene papier- und faserbasierte Produkte eingesetzt werden können.

Je nach Herstellungsverfahren, Faserzusammensetzung und späterer Weiterverarbeitung entstehen daraus unterschiedliche Papier- und Verpackungsqualitäten mit jeweils eigenen technischen Eigenschaften.

+ Was versteht man unter „kompostierbar“?

Biologisch abbaubar und kompostierbar sind nicht automatisch dasselbe.

Als kompostierbar gelten Materialien und Produkte, wenn sie unter definierten Bedingungen innerhalb festgelegter Zeiträume biologisch abgebaut werden und weitere Anforderungen, beispielsweise an den Zerfall des Materials und die Qualität des entstehenden Komposts, erfüllen.

Für Verpackungen beschreibt die DIN EN 13432 die Anforderungen an die industrielle Kompostierbarkeit. Dabei werden unter anderem der biologische Abbau, die Desintegration des Materials, bestimmte Inhaltsstoffe sowie mögliche Auswirkungen auf die Kompostqualität untersucht.

Grundsätzlich ist zwischen industrieller Kompostierung und Heimkompostierung zu unterscheiden. Zertifizierungen wie „Keimling“ oder „OK compost INDUSTRIAL“ beziehen sich auf die industrielle Kompostierung unter kontrollierten Bedingungen. Für die Heimkompostierung bestehen gesonderte Anforderungen und Zertifizierungssysteme wie „OK compost HOME“.

Ob ein konkretes Produkt kompostierbar ist, muss für das jeweilige Material beziehungsweise die fertige Verpackung nachgewiesen werden.

+ Was ist Monomaterial?

Als Monomaterial werden Verpackungslösungen bezeichnet, die im Wesentlichen aus einem Werkstoff beziehungsweise einer Werkstofffamilie bestehen.

Ein solcher Aufbau kann die Sortierung und stoffliche Verwertung vereinfachen.

Ob eine konkrete Verpackung tatsächlich recyclingfähig ist, hängt jedoch zusätzlich von ihrer Gestaltung, möglichen Beschichtungen, Verschlüssen sowie der vorhandenen Sortier- und Recyclinginfrastruktur ab.

Aufgrund notwendiger Schutz- und Barriereeigenschaften ist ein reiner Monomaterial-Aufbau nicht bei jeder Verpackungsanwendung möglich.

+ Was ist PaperWise?

PaperWise verwendet Cellulose, die aus landwirtschaftlichen Reststoffen gewonnen wird.

Diese Fasern werden als Rohstoff für Papier und Karton eingesetzt und können konventionelle Faserrohstoffe teilweise oder je nach Produkt auch weitgehend ersetzen.

Wie hoch der Anteil dieser Fasern in einem konkreten Papierprodukt ist und wie sich das Material zusammensetzt, wird anhand der jeweiligen Produktspezifikation angegeben.

+ Was ist PBAT?

PBAT steht für Polybutylenadipat-terephthalat und ist ein synthetischer Kunststoff aus der Gruppe der Polyester.

Das Material zeichnet sich durch eine hohe Flexibilität und Elastizität aus und wird deshalb häufig als Bestandteil von Materialmischungen eingesetzt. Typische Kombinationspartner sind beispielsweise PLA oder Stärke.

PBAT kann unter definierten Bedingungen biologisch abgebaut werden. Ob eine daraus hergestellte Materialmischung oder Verpackung industriell kompostierbar oder heimkompostierbar ist, hängt jedoch von der konkreten Zusammensetzung und dem fertigen Produkt ab und muss entsprechend nachgewiesen werden.

+ Was ist Pergamentersatz?

Pergamentersatz ist ein fettdichtes Spezialpapier auf Zellstoffbasis.

Durch die intensive mechanische Bearbeitung der Fasern entsteht eine dichte Papierstruktur. Dadurch eignet sich das Material insbesondere für fettende und feuchte Lebens-Mittel.

Unverschmutztes Material kann über die Altpapiersammlung entsorgt werden, sofern die jeweilige Ausführung den Anforderungen des Altpapierstroms entspricht. Nach starker Verschmutzung mit Lebens-Mitteln sollte die Entsorgung über den Restmüll erfolgen.

+ Was ist Pergamyn?

Pergamyn ist ein transparentes, glattes Papier auf Zellulosebasis.

Seine Transparenz und Oberflächenglätte entstehen vor allem durch eine intensive mechanische Verdichtung der Papierfasern. Dadurch eignet sich das Material beispielsweise für Sichtfenster oder durchscheinende Papierverpackungen.

Unverschmutztes Pergamyn kann über die Altpapiersammlung entsorgt werden. Bei starker Verschmutzung mit Lebens-Mitteln ist die Entsorgung über den Restmüll vorgesehen.

+ Was ist PLA?

PLA beziehungsweise Polymilchsäure ist ein thermoplastischer Polyester, dessen Ausgangsstoffe aus nachwachsenden Rohstoffquellen wie Stärke oder Zucker gewonnen werden können.

Das Material ist transparent, steif und formstabil. Standard-PLA besitzt jedoch eine begrenzte Wärmebeständigkeit und eignet sich daher nicht für alle Heißanwendungen.

PLA kann unter definierten Bedingungen biologisch abgebaut werden. Bestimmte PLA-basierte Verpackungen können für die industrielle Kompostierung nach DIN EN 13432 zertifiziert sein.

Ob dies für eine konkrete Verpackung gilt, hängt vom jeweiligen Materialaufbau und der Ausführung ab und muss produktbezogen nachgewiesen werden.

+ Was versteht man unter Verbundmaterial?

Bei Verbundmaterialien werden unterschiedliche Werkstoffe miteinander kombiniert, um gezielt bestimmte Schutz- und Barriereeigenschaften zu erreichen.

Je nach Anwendung können beispielsweise Barrieren gegen Sauerstoff, Feuchtigkeit, Fett, Licht oder Aroma erforderlich sein. Die einzelnen Materialschichten übernehmen dabei unterschiedliche Funktionen und bilden gemeinsam einen auf die jeweilige Verpackungsanwendung abgestimmten Packstoff.

Ob ein Verbundmaterial nach der Nutzung stofflich verwertet werden kann, hängt vom konkreten Materialaufbau sowie von den verfügbaren Sortier-, Trenn- und Recyclingverfahren ab.

Eine pauschale Aussage zur Recyclingfähigkeit ist deshalb nur auf Basis der jeweiligen Materialkombination sinnvoll.

+ Was ist Wachs-Seidenpapier?

Wachs-Seidenpapier ist eine besonders leichte und flexible Ausführung von Wachspapier.

Als Basis dient ein dünnes, ungebleichtes Seiden- beziehungsweise Packpapier, das mit einer Wachsbeschichtung veredelt wird.

Durch seine geringe Materialstärke lässt es sich gut an Produkte anschmiegen und beispielsweise als Zwischenlage oder zum Verpacken empfindlicher Lebens-Mittel einsetzen. Die Wachsbeschichtung unterstützt dabei den Schutz gegenüber Fett und Feuchtigkeit.

Je nach Produktausführung können unterschiedliche Wachsarten verwendet werden. Angaben zur konkreten Zusammensetzung, Rohstoffbasis, Recyclingfähigkeit oder biologischen Abbaubarkeit müssen deshalb anhand der jeweiligen Materialspezifikation erfolgen.

+ Was ist Wachspapier?

Wachspapier ist ein Papier, das ein- oder beidseitig mit einer Wachsschicht versehen wird.

Diese Beschichtung verbessert den Schutz gegenüber Fett und Feuchtigkeit und kann zusätzlich verhindern, dass Produkte direkt am Papier anhaften.

Je nach Anwendung können unterschiedliche Papierqualitäten und Wachsarten eingesetzt werden. Daraus ergeben sich Unterschiede bei Eigenschaften wie Stabilität, Fettbeständigkeit, Feuchtigkeitsschutz und Temperaturbeständigkeit.

+ Was ist Zellglas?

Zellglas, historisch auch unter dem Markennamen Cellophan bekannt, ist eine transparente Folie auf Basis von Cellulose.

Das Material ist dünn, formstabil und besitzt den typischen „Knistereffekt“. Unbeschichtetes Zellglas weist zudem eine vergleichsweise hohe Wasserdampfdurchlässigkeit auf.

Je nach Anwendung kann Zellglas zusätzlich beschichtet oder anderweitig ausgerüstet werden. Dadurch können sich Eigenschaften wie Barrierewirkung, Siegelbarkeit und Feuchtigkeitsbeständigkeit deutlich verändern.

Auch Aussagen zur biologischen Abbaubarkeit, Kompostierbarkeit und zum geeigneten Entsorgungsweg hängen von der jeweiligen Materialausführung ab und sollten nur verwendet werden, wenn entsprechende Nachweise für das konkrete Produkt vorliegen.

+ Was ist Zellulose beziehungsweise Papier?

Zellulose ist der wichtigste Faserrohstoff für die Papierherstellung und kommt in pflanzlichen Zellwänden, insbesondere in Holz, vor.

Bei der mechanischen Aufbereitung von Holz entsteht sogenannter Holzstoff beziehungsweise Holzschliff. Dabei bleibt ein großer Teil des Lignins im Material erhalten.

Bei der Zellstoffherstellung wird ein großer Teil des Lignins durch chemische Aufschlussverfahren entfernt. Dadurch werden die Zellulosefasern weitgehend freigelegt.

Der so gewonnene Zellstoff bildet eine wichtige Grundlage für viele Papier- und Verpackungsqualitäten.

+ Gehören kompostierbare Verpackungen in den Biomüll?

Nicht automatisch.

Technische Kompostierbarkeit beziehungsweise eine entsprechende Zertifizierung bedeutet nicht automatisch, dass eine Verpackung über die Biotonne entsorgt werden darf.

Maßgeblich sind die gesetzlichen Vorgaben für das jeweilige Produkt sowie die örtlichen Sammel- und Entsorgungsbedingungen.

Bitte beachten Sie deshalb die Vorgaben Ihrer Kommune beziehungsweise Ihres örtlichen Entsorgungsbetriebs.

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